Neu erschienen: „Urtatsachen“

Ab 9. Dezember 2020 im Buchhandel:

Weinheber, Josef: Urtatsachen.
Achtzig Sprachkunstwerke und eine Rede.

Ausgewählt und textkritisch durchgesehen von Christoph Fackelmann.
Neustadt an der Orla: Arnshaugk Verlag 2020.
136 S., 1 Abb., 200 gr. ISBN 3-95930-232-0. Lw. 18,– €

Weinheber in dichtester Form – ohne „folkloristisches“ Brimborium, ganz auf das Herzstück seiner großen Kunst konzentriert, ernst, vornehm, von ergreifender Schönheit!

„Ich habe mein Dichten nie anders aufgefaßt denn als ein Gestalten aus den Urtatsachen der Sprache, schrieb Josef Weinheber am 18. Mai 1940 an Egon Fenz. Dieser Satz steht als Motto über dem Band, auf ihn spielt der Titel an. Die Auswahl erscheint 75 Jahre nach dem Tod des Dichters und ist weitgehend auf einen hohen Ton und jenen Begriff von Sprachkunst gestimmt, den Weinheber ab den frühen zwanziger Jahren in das Zentrum seiner Poetik rückte. Mit ganz wenigen, vorsichtig gewählten Ausnahmen sind die Gedichte jenen Büchern entnommen, in denen Weinheber die nach seiner Überzeugung gültigen Ergebnisse seines Schaffens versammelte. Ausschließlich durch diese sorgfältig konzipierten Bände wollte er wirken, an ihnen wollte er gemessen werden. Die programmatische Rede Der Dichter und das Wort aus dem Jahr 1937 – erstmals in vollständiger Fassung gedruckt –, eine kleine Zeittafel und ein knapper editorischer Anhang ergänzen die lyrische Auslese.

Das Buch erscheint in einer bibliophilen Ausstattung mit beigem Leinwandeinband und dunkelroter Prägung. Es ist im guten Buchhandel oder direkt über den Verlag (hier) zu beziehen. Mitglieder der Josef Weinheber-Gesellschaft erhalten ein Exemplar als Jahresgabe für 2021/22.