Hofmannsthal – Kraus – Kafka

Ein Blick auf die altösterreichische Moderne

Einführung von Dr. Christoph Fackelmann
Mit Lesung und Tondokumenten

Donnerstag, 21. November 2024, Beginn: 18:00 Uhr

Weinhebersaal des Volksbildungskreises, Prinz Eugen-Straße 44/3, 1040 Wien (Freier Eintritt)

Im Jahr 2024 werden drei Jubiläen begangen, die herausragenden Schriftstellern der Klassischen Moderne gelten: Hugo von Hofmannsthal und Karl Kraus feiern jeweils ihren 150. Geburtstag, und Franz Kafkas Todestag jährt sich zum 100. Mal. Alle drei Autoren waren in der Habsburgermonarchie verwurzelt und erlebten dann den Zusammenbruch der altösterreichischen Welt, auf den sie in sehr unterschiedlicher Weise künstlerisch reagierten. Sie entwickelten poetische Ausdrucksformen, die mit dem 19. Jahrhundert brachen und doch auf tiefsinnige Weise in große Traditionszusammenhänge eintraten. Der Abend führt in ihr Schaffen ein und ruft ausgewählte Werke mit Hilfe von Tonaufnahmen und Leseproben in Erinnerung.

T: +43 (0)1 5059660 (VBK)  ♦  T: +43 (0)699 15020890 (JWG)  ♦  E: weinheberforum@aon.at

Hugo von Hofmannsthal (1874-1929)

Karl Kraus (1874-1936)

Franz Kafka (1883-1924)

„Du gabst im Schlafe, Gott, mir das Gedicht …“

Ulli Fessl und Kurt Hexmann lesen

JOSEF WEINHEBER

Gedichte aus „Der einsame Mensch“, „Von beiden Ufern“, „Boot in der Bucht“
und der Satirezeitschrift „Die Muskete“
Gedichte von Martin Beheim-Schwarzbach, Oskar Loerke und Anton Schnack

Musikalisches Programm:
Junko Tsuchiya (Klavier)

Sonntag, 10. November 2024
15:00 Uhr
Festsaal des Marktgemeinde Kirchstetten
Wienerstraße 32, 3062 Kirchstetten

Eintritt: € 12,-
Buffet mit Weinkost

Eine Veranstaltung der Marktgemeinde Kirchstetten und der Josef Weinheber-Gesellschaft.

Karten sind an der Tageskassa erhältlich.
Tel.: 0699 15020890 | www.weinheber.net | weinheberforum@aon.at

Wien in den 1920er Jahren: Der verlorene Krieg und der Zusammenbruch der Monarchie haben eine zerrüttete und orientierungslose Gesellschaft zurückgelassen. In der Kunst scheint alles erlaubt. Es gibt kein Halten mehr, fiebriger Aufbruch und ruheloses Experiment bestimmen die Szenerie. In dieser Zeit ringt der junge Josef Weinheber um seine Selbstfindung als lyrischer Dichter. Der Weg, den er einschlägt, stemmt sich den wechselnden Parolen des Tages entgegen und setzt ganz auf die Poetik des „reinen Gedichts“. Unzufrieden mit seinem noch unausgewogenen Erstling „Der einsame Mensch“ (1920), konzentriert sich Weinheber in den beiden folgenden Gedichtbüchern „Von beiden Ufern“ (1923) und „Boot in der Bucht“ (1926) auf Fragen der Formung und Gestaltung, nicht auf stoffliche Reize und Psychologie. Zugleich entstehen die ersten satirischen Texte, die auf „Wien wörtlich“ (1935) vorausweisen, etwa das legendäre Dialoggedicht „Beim Heurigen“(1924): „Hau di zucha, alter Spezi! / Heut wer’n kani Fax’n g’macht …“ Das diesjährige Programm der traditionsreichen Veranstaltungsreihe in der Weinheber-Gemeinde Kirchstetten taucht in jene bewegte Phase im Schaffen des großen österreichischen Poeten ein.

Josef Weinheber, Karikatur von B. F. Dolbin, 1926
Edwin Grienauer: Illustration zu „Von beiden Ufern“ von Josef Weinheber, 1923
Josef Weinheber: Boot in der Bucht, 1926

Alle Fotos und Inhalte: © Josef Weinheber-Gesellschaft, Kirchstetten.

„Was vom Dichter blieb …“

Autographenschätze und Neuentdeckungen rund um Josef Weinheber

Präsentation und Diskussion mit Dr. Christoph Fackelmann

Donnerstag, 18. April 2024, Beginn: 18:00 Uhr

Eine Veranstaltung der Josef Weinheber-Gesellschaft im Weinhebersaal des Volksbildungskreises, Prinz-Eugen-Straße 44/3, 1040 Wien (Freier Eintritt)

Das Wichtigste, was ein Dichter hinterlässt, ist natürlich sein Werk. Von diesem Werk ist aber oft nur bekannt, was in Büchern gesammelt und gedruckt wurde. Sucht man genauer, stößt man immer wieder auf ungedruckte Schätze und andere spannende Überbleibsel eines Dichterlebens. Der Abend gewährt Einblicke in ausgewählte Briefe und Dokumente, die in den letzten Jahren neu aufgefunden wurden oder noch weitgehend unbekannt in Archiven und Sammlungen schlummern. Was verraten sie uns über den Dichter, sein Leben und seine Zeit? Die anschließende Diskussion soll den Besuchern die Möglichkeit geben, Sammelstücke aus dem eigenen Besitz vorzustellen. Auch über Weinheber hinaus wollen wir gerne erfahren, wofür Sie sich interessieren, wenn es um das Sammeln von seltenen Büchern und Autographen geht.

Josef Weinheber: Vorfassung des ersten Sonetts „An die Nacht“ nach Michelangelo, Widmungsniederschrift für Oswalda Lambrecht, 12.9.1935